Schwarzgrünes Pingpong

Diese Diskussion entwickelte sich nach einem von der ÖVP bezahlten Wahlkampf-Artikel eines VP-Bezirksrats. Im Original hier.

Kommentar: Es ist putzig, wenn dieses SP-Bashing vom Vertreter einer Partei geschrieben wird, die nach den Wahlen unbedingt mit genau dieser Partei koalieren möchte. Oder mit den genauso wenig geschätzten Grünen, mit denen sie im Bund bereits koalieren.
Abgesehen davon, dass dieser Artikel inhaltlich nichts als Wahlkampfgetöse ist, welches die gar nicht so geheime Agenda (mit SP wieder Koalition in Wien) vernebeln soll, könnte man den ganzen von der ÖVP bezahlten Text ohne wesentliche Änderung auf das von der ÖVP seit Ewigkeiten regierte NÖ anwenden, nur ohne die Erfolgsbilanz, die selbst der ÖVP Bezirksrat Sixtl der Wiener Regierung und Verwaltung zugestehen muss:

„Seit rund 1000 Jahren wird Niederösterreich von der ÖVP regiert. Zugegeben, die Verwaltung funktioniert in vielen Bereichen gut. Außer wenn die ÖVP hineinregiert. “
„Bei jedem Projekt wird deutlich zu viel ausgegeben und wirksamer Kontrolle entzogen, jede Kritik an den Missständen wird als Niederösterreich-Bashing verunglimpft. Üblicherweise werden Kritiker gnadenlos verbal, medial und sogar an ihren Arbeitsplätzen verfolgt. Kritik wird grundsätzlich als falsch, rechts und bösartig verteufelt. Die ÖVP war Andersdenkenden gegenüber noch nie tolerant, das lässt ihr pseudochristlich legitimierter Wahrheitsanspruch auch gar nicht zu.“
„Seit jeher fühlt sich die ÖVP dem Klassenkampf von oben verpflichtet. Dem Kampf für die tatsächlichen Reichsten. Diese kommen der ÖVP auch nicht abhanden, sondern spenden fleißig und bekommen Gesetze, die sie brauchen. Nicht weit weg von der eigentlichen Idee, den Reichtum der Reichen zu mehren, bedeutet Klassenkampf von oben seit jeher weniger Geld für (fast) alle, Abhängigkeit und Almosen von der „christlichsozialen“ Feudalgenossenschaft. In von Konservativen regierten Staaten/ Städten werden immer nur die Reichen noch reicher und die soziale Infrastruktur für die vielen wird zurückgefahren. Und dafür gibt es tausende Beispiele.“
usw. 😉

Autor: Ich finde es lustig wenn Grüne Kopieranfälle bekommen, nichts widerlegen können und auf ganz andere Bereiche umdeuteln. Hier geht’s um Wien. Immerhin, copy Paste beherrschen sie.

Kommentar: Ach, der schwarze Tunnelblick ist wieder zugange 😉

Autor: Die grüne Nervosität ist irgendwie witzig. In Wien belehrende „Verkehrspolitik“, Pop-up Projektchen und andere Versuche mit guten Chancen auf Anullierung zu betreiben, aber zu den vielen Mißständen in der Stadt fürsorglich schweigen bringt sicher viel. Zeit also für die Rückkehr in die Opposition.

Kommentar: Stimmt, es hat den Anschein, als ob manche Parteien nicht begreifen wollen, dass wir zum Erreichen der Klimaziele den motorisierten Individualverkehr um die Hälfte reduzieren müssen. Die sind halt unbelehrbar.
Für die anderen sind die Initiativen und Versuche für gerechtere Verteilung auf den Straßen und für ein besseres Leben in Klimahitzetagen durchaus eine Bereicherung und ein Anlass zum Nachdenken, wie wir Wien menschenfreundlicher gestalten könnten. Aber die wählen eh nicht die ÖVP. 😉

Autor: Es geht halt nicht in ein grünes Hirn, dass zur Erreichung dieser Ziele zuerst der öffentliche Verkehr attraktiver werden muss. Projektchen,, die halt manche originell finden, bringen Wien ganz sicher nicht dorthin! Dazu fehlt es den Grünen einfach an Ernsthaftigkeit und dem Desinteresse Konsens zu suchen!

Kommentar: Ein schwarzes Hirn wird wohl nie begreifen, dass für das Brüten über die Frage, ob Henne oder Ei, einfach die Zeit fehlt. Schon gehört, dass die Schmelze der grönländischen Gletscher bereits unumkehrbar ist? Worauf wollen wir noch warten? Paris zeigt es trotz Überlastung des Öffentlichen Verkehrs gerade vor, wie es zu machen ist. Hoffen wir, dass sich die Wiener SPÖ ein Beispiel an ihrer Parteifreundin Anne Hidalgo nimmt: „Modellstadt für radikales Umdenken“
Zugegeben, es braucht Mut, aber daran wird es nicht fehlen, allen Rückwärtsgenannten zum Trotz.

Autor: Schon gut! Mit so weltfremden Leuten wie ihnen macht keine Diskussion Sinn. (Im Übrigen gibt es die Polkappen und Gletscher erst seit der letzten Eiszeit. Auch da gab es Leben auf unserem schönen Planeten). Der grüne Alarmismus ist dem Umstand geschuldet, dass sie zu keinem anderen Thema eine wirkliche Beziehung haben. Es ist ja löblich hier in Europa auf Ressourcenschonung und Umweltschutz zu achten, aber solange der x-fach so große Rest der Welt den Dreck nur so raushaut, solange ist es das Drehen an den kleinstmöglichen Schrauben, auch Naivität genannt! Das einzugestehen würde ebenfalls Mut brauchen, allen selbstherrlichen umweltpolitischen Selbsthilfegruppen zum Trotz. Noch heißt es überzeugen und nicht Besserungsanstalt!

Kommentar: Tja, vor der Herausbildung der Polkappen nach dem erdgeschichtlichen Temperaturmaximum gab es halt kein menschliches Leben auf der Erde.
Dass wir auf einen menschenleeren Planeten hin zu steurn drohen, wenn nicht energische Gegenmaßnahmen überall in der Welt ergriffen werden, ist der übereinstimmende Befund fast aller in diesem Bereich forschenden Wissenschafter*innen. Und angesichts dessen macht es wirklich keinen Sinn, mit Klimawandel-Relativierern wie Ihnen zu diskutieren.
Aber es ist doch für etwaige Mitlesende interessant zu erfahren, wie sehr die ÖVP allen feiertäglichen Lippenbekenntnissen zum Klimaschutz zum Trotz sich einen Dreck um die Auswirkungen der Klimakatastrophe auf die Menschen, auch auf die Menschen hier in Simmering, schert und nicht daran denkt, auch nur einen Parkplatz zur Förderung des Radverkehrs oder zur Begrünung zu opfern.
ÖVP ist und bleibt halt eine selbstherrliche umweltzerstörerische Selbsthilfegruppe, der nur „Besserungsanstalten“ einfällt, wenn es um Wege in eine lebenswerte Zukunft geht.

Autor: Ich finde es affig von ihnen, mir zu unterstellen dass ich ein Klimawandel-Relativierer wäre. Das ist entweder eine vorsätzliche Missinterpretation oder ein massives semantisches Defizit. Den Klimawandel gibt es, aber Hut ab vor der Fähigkeit der Ökos daraus eine weltweite Massenpsychose zu machen. Deren Heilungsversuche die einzige Zukunftsperspektive der Ökos zu sein scheint! Bemerkenswert ist auch, dass sie sich überhaupt nicht mit meiner Kritik im zugrundeliegenden Artikel auseinandersetzen (können). Alleine der keulenartige Ausdruck „bashing“ zeugt von unglaublicher Ignoranz!

Kommentar: Auch wenn Sie es herablassend, beleidigend meinen – wo bleiben Ihre Umgangsformen, Herr Komtur? – so habe ich viel zu viel Hochachtung mit diesen klugen und mitfühlenden Mitlebewesen, die im Unterschied zu manchen Vertretern des Homo sapiens bereit sind, aus Ereignissen zu lernen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, als dass ich mich durch „affig“ beleidigt fühlen könnte.
Daher nenne ich gewisse Argumentationen ja auch nicht klimasäuisch, weil Schweine ebenfalls äußerst liebenswert sind und lebenspraktischer als manche, die stolz darauf sind, „semantisches Defizit“ richtig zu schreiben und es daher immer wieder, wenn Argumente fehlen, anderen zuordnen.
Zu Ihrem Artikel zur SPÖ: interessant ist ja nicht der öde Inhalt, der nichts als Wahlkampfgeschrei ist, sondern, dass er sich ziemlich genau auch auf die ÖVP-Niederösterreich, allerdings mit mehr Berechtigung, anwenden ließe. Habe ich ihnen dank der von Ihnen so bewunderten Technik von copy & paste vorgeführt.

Ihrem letzten Satz

„Alleine der keulenartige Ausdruck „bashing“ zeugt von unglaublicher Ignoranz!“

kann ich voll und ganz zustimmen und zitiere aus Ihrem Artikel:

„jede Kritik an den Missständen wird als Wien-bashing verunglimpft“

Dass meine Verwendung des Wortes, wie anderes auch, eine Spiegelung Ihrer Diktion war, dürfte ihnen semantischdings entgangen sein.
Macht uns Affen aber nichts 😉

Autor: Sie tun mir einfach nur leid. Ihnen fehlt schlicht jegliche Überzeugungskraft. Darum sind sie wohl auch in der dritten Reihe der Grünen Simmerings. Wenn sie den Diskurs über die eigentlichen Themen verweigern, sondern nur irgendwie herumreden wollen, machen sie das doch in der UG, da findet sie sicher wer originell.

Kommentar: Sie irren, wenn Sie meinen, ich sei in der dritten Reihe der Grünen Simmering! Ich bin in der letzten Reihe und selbst aus selbiger tanze ich gelegentlich heraus. Beispielsweise, indem ich mich mit Ihnen und Ihrem thematischen Hin- und Hergehüpfe beschäftige. Da kann ich Ihnen schon leid tun.
Vielleicht besinnen Sie sich darauf, was das eigentliche Thema meines Kommentars war:

a) das SP-Bashing (um Ihre Begrifflichkeit zu verwenden), das fast wortwörtlich auf die regierende VP in Niederösterreich angewandt werden könnte, und
b) dass diese zum Teil sehr unqualifizierten Angriffe auf die SP Ihre Partei nicht daran hindern werden, sich in eine Koalition mit dieser hineinzwängen zu wollen.

Dazu fiel Ihnen nichts ein, wahrscheinlich, weil es Ihnen peinlich ist, sondern gaben nur allerlei Überfüssiges von sich, wie mir vorzuschreiben, wo ich mich zu äußern hätte.
Nehme an, wenn ich Ihnen umgekehrt empfehlen würde, ausschließlich in Ihrem Cordon-bleu-Ritterorden Ihren Esprit funkeln zu lassen, wären Sie vermutlich mäßig amüsiert.
Nun gut, das wärs für heute.
Und tschüss bis morgen in der Bezirkswahlkommission.

22.08.2020